




durch das architekturstudium wurde es melo ermöglicht, völlig neue arbeitsmethoden sowie perspektiven zur wahrnehmung des menschlichen körpers zu etablieren . sie/er entwickelt einen anspruchsvolleren arbeitsfluss, der dem entwerfen mit 3d modellierprogrammen und digitaler bildsynthese ähnelt : weg von der flüchtigen skizze und momentaufnahme des nackten körpers und hin zu einer skulpturellen arbeitsweise in der die figur mehrmals neu definiert wird . sowohl der detailgrad als auch die stärke der formensprache wird mit jeder neuen überarbeitung vertieft .
licht und schatten sind elemente dienen rein der vermittlung der athmosphäre, sind aber nicht substanziell um die form zu beschreiben . die geometrie des körpers erklärt sich durch ein definiertes repertoire an linienzeichnung und baut eine gesamtheitliche und sehr spezielle formensprache auf , in der der künstler einzig mit schwingung und schleifen operiert . diese erzeugen einerseits dellen und andererseits beulen . so erscheint die 3dimensionalität des körpers . in dierser hinsicht könnte melo’s werk als minimalistische haltung gesehen werden . abhängig von der emotionalen welt die im akt ausgedruckt werden will , ergeben sich unterschiedliche formensprachen die einen gradient von sehr fluid wirkenden organischen formen zu robotischer aesthetik aufspannen . farbe ist eine der wenigen elemente die die stimmung transportiert, abgesehen von blick, pose und akt .
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